Liebe Tierfreunde,




ich bin nicht mehr als Trainer tätig.


Durch den Tod meines Herzenhundes und geliebten Freundes Nero, bin ich mit einer Tätigkeit in Kontakt gekommen, der ich mich inzwischen ganz verschrieben habe:

Delos Tierbestattung


Abschied und Tod sind Dinge, mit denen wir uns nicht befassen wollen.
Wir verdrängen die Tatsache, dass der pelzige Weggefährte irgendwann gehen wird
und dann der Moment kommt, in dem wir loslassen müssen.

Ich möchte Ihnen aber trotzdem nahe legen, sich auch zu diesem Thema ein paar Überlegungen
zu machen. Ich versichere Ihnen, ist der Moment erstmal da, werden Sie nur schwerlich klare Gedanken fassen können.

Sie tun sich selbst und Ihrem Tier also einen großen Gefallen, wenn Sie sich die wichtigen Fragen beizeiten stellen. Ich möchte Ihnen eine kleine Orientierungshilfe geben.

Manche Tiere gehen von allein, andere brauchen unsere Hilfe.
Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob er im Fall des Falles zu Ihnen nach Hause kommen wird.
Ein guter Tierarzt wird das gern tun.


Besprechen Sie mit ihm auch, wie eine Euthanasie, das Einschläfern, genau vonstatten geht.
Eine humane Lösung ist das Injizieren eines Narkotikums in Überdosierung. Fragen Sie, welche Präparate der Tierarzt einsetzt. Verantwortungsvolle und fortschrittliche Tierärzte verwenden Präparate wie z. B. Narcoren oder Eutha77. Bei richtiger Anwendung verliert das Tier sehr schnell das Bewusstsein und stirbt sehr schnell und schmerzlos. Um diese Mittel anwenden zu dürfen,
muss der Tierarzt dem Betäubungsmittelgesetz entsprechend eine Bestandsliste führen und
damit quasi über jeden Tropfen Rechenschaft ablegen. Ein guter Tierarzt wird diese Mehrarbeit
zum Wohle seiner Patienten gern in Kauf nehmen.

Ein anderes Präparat ist T61. Es handelt sich hierbei nicht um ein Narkotikum, sondern um ein Tötungsgift und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Es ist zwingend notwendig, dass
das Tier bei der Anwendung von T61 vorher in Narkose gelegt wird! Eine leichte Beruhigungsspitze ist nicht ausreichend. Wird dem Tier dieses Mittel bei Bewusstsein injiziert, stirbt es qualvoll.
Manchmal mag es für den Betrachter friedlich aussehen, doch das Tier stirbt bei vollem Bewusstsein einen schlimmen Erstickungstod der sich sehr lang hinziehen kann!
Wird T61 ohne Narkose in Lunge oder Herz injiziert, leidet das Tier erhebliche Schmerzen.
Einige Tiere beginnen heftig bis krampfartig zu zucken, reißen die Augen auf oder schreien.
Das sind keine Reflexe, sondern bewusst abgegebene Schmerzäußerungen. Tun Sie das Ihrem
Tier und sich selbst nicht an.
Klären Sie diese Frage unbedingt vorher mit Ihrem Tierarzt. Der alleinige Einsatz von T61 ohne vorherige Narkose kommt einem tierärztlichen Kunstfehler gleich und verstößt gegen das Tierschutzgesetz, denn das Tierschutzgesetz schreibt die schmerzlose Tötung zwingend vor!

Weitere Infos finden Sie hier: http://www.ltk-hessen.de/pdf/Euthanasie.pdf


Eine weitere Überlegung ist, was mit dem Tierkörper geschehen soll.
Der Tierarzt kann den Körper mitnehmen, bzw. er kann in der Praxis verbleiben, sollte das Tier
dort gestorben sein. Der letzte Weg muss nicht in die Tierkörperverwertung gehen (für mich ein schlimmer Gedanke). Einige Tierärzte führen den Tierkörper stattdessen einer anonymen Verbrennung zu. Befragen Sie Ihren Tierarzt dazu!

Es gibt auch die Möglichkeit, dass Tier zu bestatten oder kremieren zu lassen.
Möchten Sie den Tierkörper im auf dem eignen Grundstück beerdigen, erkundigen Sie sich vorher
bei Ihrer Gemeinde, ob das erlaubt ist.

Ein guter Bestatter wird Sie schon im Vorfeld gern umfassend beraten. Tierärzte arbeiten auch häufig mit Tierbestattern zusammen. Wenn Sie nicht direkt mit einem Bestatter in Kontakt treten möchten, besprechen Sie die Möglichkeiten mit Ihrem Tierarzt. Ein guter Tierarzt wird für Sie gern alle nötigen Schritte in die Wege leiten und die Abholung durch einen Bestatter veranlassen. Arbeitet Ihr Tierarzt nicht mit einem Bestatter zusammen, können Sie die Abholung Ihres Tieres auch direkt über einen Bestatter veranlassen.


Eine Leihgabe von Gott

Ich werde Dir für eine Weile dieses Tier leihen, sagte Gott.
Damit Du es liebst, während es lebt und damit Du um dieses Tier trauerst,
wenn es gegangen ist.
Vielleicht bleibt es für zwölf oder vierzehn Jahre, oder
vielleicht auch nur für zwei oder drei Jahre.

Aber wirst Du, bis ich es zurückrufe, für das Tier sorgen?
Es wird Dich mit all seinem Charme erfreuen und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein, wirst Du Dich immer an das Tier erinnern, auch in Deinem größten Kummer.

Ich kann Dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alle von der Erde wieder zurückkehren. Denn es gibt Dinge die hier gelernt werden müssen, die dieses Tier lernen darf.

Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden. Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich Dich gewählt.

Nun wirst Du ihm all Deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen, noch mich hassen, wenn ich komme, um es zurückzuholen.

Früher, wenn die Menschen sagten: “Mein Gott, Dein Wille geschehe” wussten sie, eine Seele darf nach Hause gehen, wenn seine Zeit gekommen ist.

Trotz aller Freude, die dieses Tier Dir bringen wird, gehst Du das Risiko von großem Schmerz ein. Wirst Du es mit Zärtlichkeit aufnehmen, wirst Du es lieben, während Du darfst und für das Glück, das Du kennen lernen wirst, für immer dankbar sein?

Aber sollte ich es früher zurückrufen, als Du rechnest, bitte trage tapfer den bitteren Schmerz der kommt und versuche zu verstehen, denn auch für Dich ist es eine Erfahrung, die Du nur auf der Erde machen kannst. Erinnere Dich daran, als Du es mit Deiner Liebe umhegen konntest, halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:

Es liebt Dich auch jetzt noch, denn unsere Seele ist ewiglich.

(Verfasser unbekannt)


Der Tod bedeutet nichts

Der Tod bedeutet nichts. Er zählt nicht. Ich bin nur nach nebenan gegangen.

Nichts ist geschehen.

Alles bleibt genau, wie es war.

Ich bin ich, und Ihr seid Ihr, und das alte Leben, das wir in so herzlicher Gemeinsamkeit geführt haben, ist davon unberührt und bleibt unverändert.
Wir sind füreinander nach wie vor, was wir immer waren.

Nennt mich mit dem alten vertrauten Namen.

Sprecht von mir ebenso unbeschwert wie sonst auch.

Ändert Euren Ton nicht. Tragt keine feierliche oder traurige Miene zur Schau.

Lacht, wie wir immer über die kleinen Späße gelacht haben, über die wir uns gemeinsam gefreut haben. Spielt, lächelt, denkt an mich, betet für mich.

Lasst Euch meinen Namen stets so vertraut sein, wie er Euch früher war. Er soll leichthin ausgesprochen werden, ohne die kleinste Spur eines Schattens darauf.

Alles geht weiter, wie es war, ohne Unterbrechung.

Was ist denn dieser Tod anderes als ein kaum wahrnehmbarer Zwischenfall?

Warum sollte ich Euch aus dem Gedächtnis schwinden, weil ich Euch nicht mehr sichtbar bin?

Ich warte nur auf Euch, irgendwo ganz in der Nähe, gleich um die Ecke, für eine kleine Weile.

Alles steht zum Besten.

(H. S. Holland)



Und Gott fragte den Geist der Katze
Bist du bereit, nach Hause zu kommen?
Oh ja, in der Tat, antwortet die kostbare Seele
Und du weißt, dass ich als Katze sehr wohl im Stande bin
Für alles eigene Entscheidungen zu treffen


Kommst du denn? fragte Gott
Bald, erwiderte der schnurrbärtige Engel
Aber ich muss es langsam angehen lassen

Denn meine Menschenfreunde sind traurig
Denn, sie brauchen mich, ganz gewiss


Aber verstehen sie denn nicht? fragte Gott
Dass du sie niemals verlassen wirst?
Dass eure Seelen miteinander verbunden sind?
Für alle Ewigkeit?
Dass nichts beeinträchtigt oder zerstört wird?
Es ist einfach…für immer und ewig


Eines Tages werden sie es verstehen
Antwortete die herrliche Katze
Denn ich werde es in ihre Herzen flüstern
Dass ich immer bei ihnen bin
Ich bin da…für immer und ewig

(das englische Original wurde geschrieben von der Tierärtzin Patricia N. Olson)